Deutschland

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1977

Der Startschuss. Mit 60 Angestellten baut die MMC Auto Deutschland GmbH in der Bundesrepublik eine Händlerorganisation auf. In der ersten Unternehmenszentrale stehen 7.000 qm Lagerfläche zur Verfügung. Der Startschuss fällt mit der Einführung des Galant. Das Coupé Celeste und der erste Lancer folgen noch im selben Jahr. Mit 5.500 verkauften Mitsubishi Fahrzeugen erzielt das motivierte Team bereits im ersten Jahr einen Achtungserfolg.


1978

Das sportliche Sapporo Coupé kommt auf den deutschen Markt. 1978 wird rückblickend ein entscheidendes Jahr in der deutschen Mitsubishi Geschichte. Der Grund hierfür ist ganz einfach: Der erste Colt wird präsentiert und etabliert sich als das Mitsubishi Fahrzeug in Deutschland überhaupt. Die Attribute des Golf Konkurrenten sind bereits damals die gleichen wie heute. Die Kunden schätzen den Colt vor allem wegen seiner Geräumigkeit, Wirtschaftlichkeit, extrem hohen Zuverlässigkeit und seinem hervorragenden Preis-/ Leistungsverhältnisses.


1979

Der erste Quantensprung. Die deutsche Mitsubishi Vertriebsorganisation durchbricht die Schallmauer von 20.000 in Deutschland zugelassenen Fahrzeugen.


1980

Der Lancer bekommt Zuwachs. Lancer 2000 Turbo nennt sich der kräftige Sprössling. 170 PS und ein Höchstmaß an Agilität lassen die dynamische Lancer Version bei Motorsportbegeisterten gut ankommen. Am Anfang der neuen Dekade wird in Deutschland der erste Transporter vorgestellt – der L300. Der Transport-Klassiker verbraucht bereits 1980 unter 10 Litern Kraftstoff bei 65 PS Leistung. Der L300 wird als Transporter, Bus und Fahrgestell mit Fahrerkabine für Sonderaufbauten angeboten.

Auch der Galant erlebt seine erste Neuauflage und bekommt einen deutlich größeren Innenraum. Er wird mit zwei Benzinern und einem Turbodiesel angeboten. Zudem besteht er seinen ersten großen Härtetest unter wissenschaftlicher Beobachtung. Bei einem Dauertest der TH Darmstadt spult der Mitsubishi Mittelklässler in kürzester Zeit 500.000 Kilometer ab, ohne Spuren von Verschleiß zu zeigen. Durch die angewachsene Produktpalette schafft Mitsubishi in Deutschland einen Erfolg, der heute nicht mehr möglich ist: Das Verkaufsergebnis des Vorjahres wird verdoppelt. Drei Jahre nach der Markteinführung werden bereits 42.000 Einheiten in Deutschland, dem Mutterland des Automobils, zugelassen.


1981

Mitsubishi Fahrzeuge sind auf Deutschlands Straßen präsent. 100.000 Fahrzeuge mit dem Drei-Diamanten-Logo sind auf deutschen Straßen zugelassen..

1982

Mitsubishi Motors stellt den Leicht-Lkw Canter in Deutschland vor. Der 5,5 Tonner ist die deutsche Version des in Asien erfolgreichen Fuso Lastwagens. Gewerbetreibende aus vielen Branchen finden wegen seiner vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten und seines günstigen Preis-/ Leistungsverhältnisses schnell Gefallen am Mitsubishi Lkw. Die Vorstellung des sportlichen Modells Starion läutet ein neues Zeitalter in der Motoren-Technologie ein: ab Frühjahr 1982 sind alle MMC Modelle auch mit Motoren mit Turboaufladung zu haben.

Die gute Qualität der Fahrzeuge und der hohe Servicegrad belohnen die Kunden mit eiserner Treue: 95 Prozent geben bei einer Studie an, als nächstes Auto wieder einen Mitsubishi zu kaufen.


1983

Gemeinsam mit wenigen anderen Herstellern hebt Mitsubishi eine vollkommen neue Fahrzeuggattung aus der Taufe – die Großraumlimousine. Mit dem Space Wagon möchte Mitsubishi Motors dem veränderten, aktiven Freizeitverhalten der Gesellschaft gerecht werden. Der Pionier unter den Vans verfügt über einen großen Innenraum und bietet Platz für sieben Passagiere. Der Fahrer braucht trotzdem nicht auf den unkomplizierten Fahrkomfort einer Limousine verzichten.

Im selben Jahr erscheint ein Offroader auf der Bildfläche, der wie kein anderes Fahrzeug das Image von Mitsubishi Motors geprägt hat. Der Pajero, längst ein Klassiker in diesem Segment, war die japanische Antwort auf den zu Beginn der achtziger Jahre stark expandierenden Geländewagenmarkt. Der Nachfolger des in Japan sehr erfolgreichen PX 33 findet nicht zuletzt in der Bundesrepublik einen in dieser Größenordnung nicht erwarteten Freundeskreis. Der Allradantrieb im Pajero zieht so viele Käufer an, weshalb bald auch die Karosserie des L300 auf die technische Plattform des kompromisslosen Geländewagens montiert wird.

In diesem richtungsweisenden Jahr verkauft Mitsubishi Motors in Deutschland den 75.000 Colt. Dieses Jubiläum wird begleitet von einer besonderen Auszeichnung. Der kompakte Colt belegt den 1. Platz in der ADAC Pannenstatistik. Man hat bei Mitsubishi Motors bereits Erfahrung mit dem Siegerpodest – schließlich belegt der Colt bereits zum dritten Mal hintereinander diese erstrebenswerte Pole Position.

1984

Dieses Jahr steht wieder einmal im Zeichen des Colt. Mitsubishi Motors stellt die zweite europäische Generation des Colt vor. Die Schräghecklimousine ist mit drei Motoren erhältlich. Kurz danach wird die Modellreihe mit der Präsentation eines neuen Lancers komplettiert. Die technisch verwandte Stufenhecklimousine hat einen für damalige Verhältnisse in dieser Klasse gigantischen Kofferraum mit 410 Litern Fassungsvermögen.

Im Spätsommer des selben Jahres erscheint der neue Galant auf dem deutschen Automobilmarkt. Signifikante Merkmale der noblen Mittelklasselimousine sind überdurchschnittliche elektronische Serienausstattung und hoher Fahrkomfort. Zudem ist der Galant eines der ersten Autos mit einem aktiven Fahrwerk – wieder eine Pionierleistung der Mitsubishi Ingenieure. Der Galant in der Version 2000 GLS setzt in der Ausstattung neue Maßstäbe: ABS, elektrisch verstellbare Außenspiegel, Zentralverriegelung und eine elektronisch geregelte Klimaanlage sind etwa bei den deutschen Herstellern zu diesem Zeitpunkt nur in der absoluten Oberklasse zu haben. Bei Mitsubishi Motors hat dies alles die Topvariante des Galant serienmäßig.

Im Herbst erweiterte Mitsubishi Motors in Deutschland das Pajero Angebot um eine vierte Variante mit einer Länge von 4,6 Metern, einem vergrößerten Laderaum und sieben Sitzen.

Die Neuauflage des Sportwagens Starion verfügt über 180 PS und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von rasanten 230 Stundenkilometern.

Die in Deutschland härter gewordenen Abgasnormen stellten Mitsubishi Motors vor keine Probleme, da ein Katalysator in Japan bereits seit 1975 Vorschrift ist. Ähnlich verhält es sich mit der Pflicht für einen zweiten Außenspiegel. Diesen haben Mitsubishi Fahrzeuge schon seit Jahren serienmäßig.


1985

Die Großraumlimousine Space Wagon erhält optional Allradantrieb. Für den Kunden hält MADG in diesem Jahr eine besondere Bescherung bereit – die Preise für Fahrzeuge mit Katalysator werden um 500 DM gesenkt.

Im selben Jahr erhält die deutsche Mitsubishi Motors Vertriebsorganisation einen Engel – und zwar einen der besonderen Art. Die "Jury Umwelt" verleiht Mitsubishi Motors den "Blauen Umweltengel" für die Modelle Colt, Lancer und Galant.


1986

Der Lancer Kombi 4WD ist das erste Auto von Mitsubishi Motors mit permanentem Allradantrieb. Zudem erweist er sich – keine Überraschung bei einem Auto mit dem Drei-Diamanten-Logo – als preisgünstigster seiner Klasse. Aufgrund der geringen Störanfälligkeit ihrer Fahrzeuge gewährt die deutsche Mitsubishi Motors Vertriebsorganisation von nun an auf alle Modelle die 3-Jahres-Garantie bis 100.000 Kilometer. Mit dieser Garantieleistung setzt Mitsubishi Motors Mitte der Achtziger einen echten Standard.


1987

Der neue Sapporo betritt die Bühne. Er ist serienmäßig mit elektronisch geregeltem Fahrwerk, ABS und die Automatik-Version ist mit Klimaanlage ausgestattet. Von nun an gibt es für alle Pkw-Modelle den geregelten 3-Wege-Katalysator serienmäßig ohne Aufpreis – ein weiteres Beispiel für die umweltorientierte Politik von Mitsubishi. Im gleichen Jahr erhält die deutsche Mitsubishi Motors Vertriebsorganisation einen Umweltpreis vom Verband Deutscher Waldbesitzer.

Der neue L300 besticht durch seine kompakte, sportliche und zeitlose Karosserie. Dieses Styling wird zehn Jahre lang nur behutsam modifiziert werden, denn der L300 präsentiert sich bereits 1987 eigenständig als moderner Klassiker und stürmt die Spitzenplätze in den Zulassungsstatistiken.

Bis auf den Colt 1200 sind jetzt alle Mitsubishi Modelle mit geregeltem 3-Wege-Katalysator ausgerüstet.

Um die wachsende Zahl der Mitsubishi Händler und Kunden schneller und effektiver mit Ersatzteilen versorgen zu können, werden drei Depots in Deutschland bezogen – in Holzgerlingen bei Stuttgart, Buchholz bei Hamburg und in Roth (vormals Fürth). Durch dieses Logistiksystem können 95 Prozent der Bestellungen bereits am nächsten Morgen beim Händler abgeliefert werden.


1988

Nach aufwendigen Dauerversuchen in allen Klimaregionen der Erde und unzähligen Testkilometern erscheint im Frühjahr die neue Galant Generation. Bei der nunmehr vierten Auflage des Modells wurden bei der Entwicklung erstmals speziell europäische Anforderungen berücksichtigt. Nicht zuletzt deshalb – und wegen seiner revolutionären Serienausstattung – steigt der Galant schnell zum Bestseller auf.

Im gleichen Jahr wartet Mitsubishi Motors mit einem weiteren Highlight auf: der neue Colt setzt mit seinem unverwechselbaren Design neue Maßstäbe in der Kompaktklasse. Wie zuvor bereits der Galant erhält auch der Colt den von der Bild am Sonntag durchgeführten Kritikerpreis "Das goldene Lenkrad".

Parallel kommt die nächste Auflage des Lancer auf den Markt.

Für die vielen Händler im Ruhrgebiet und in Nordrhein-Westfalen entsteht in Herne bei Bochum das vierte Ersatzteildepot von Mitsubishi Motors.


1989

Der Lancer, bisher nur mit Stufenheck lieferbar, wird um eine Fließheckvariante erweitert.

Ein rundes Jubiläum begeht die deutsche Mitsubishi Motors Vertriebsorganisation in einem Jahr, das reich an bahnbrechenden Firmen-Ereignissen werden soll: das 500.000. Mitsubishi Fahrzeug wird in der Bundesrepublik zugelassen. Zudem wird die 3-Jahres-Garantie um den Inter-Euro Service erweitert. Somit ist schnelle Hilfe durch ein europaweites Netz von Notfallzentralen überall garantiert.

Das Ersatzteillager in Trebur stößt an seine Grenzen. Zur Entlastung wird in Flörsheim, wenige Kilometer von Trebur entfernt, ein fünftes Teiledepot eingerichtet.


1990

Mit einer umfangreichen Modellpalette in allen Segmenten sichert sich Mitsubishi Motors eine solide Basis, um der explosionsartig ansteigenden Nachfrage in den neuen Bundesländern gerecht zu werden. Dank eines rasant konzipierten Händlernetzes gelingt es Mitsubishi Motors in Rekordzeit, in dem neuen Markt Fuß zu fassen. Dies wird im Jahr 1991 mit einer Zulassungszahl von 94.000 Fahrzeugen belohnt.

Die Mitsubishi Motors Garantieleistungen werden auf die Nutzfahrzeugpalette ausgedehnt.


1991

Der Geländewagenmarkt erlebt die Neuauflage eines modernen Klassikers – des Pajero. In nur wenigen Jahren ist es MMC gelungen, den beliebtesten Offroader auf dem deutschen Markt zu stellen.

Um auch im obersten Marktsegment vertreten zu sein, entwickelt Mitsubishi Motors ein Fahrzeug, das vom Komfort und in der Ausstattung weit über dem Galant liegt. Die neue komfortable Limousine Sigma avanciert schnell zum neuen Statussymbol im Mitsubishi Motors Programm.

In Zossen bei Berlin entsteht unter dem Teiledepot das zentrale Schulungszentrum, eine der größten Investitionen eines japanischen Unternehmens in den neuen Bundesländern. Der Komplex umfasst ein Hotel und einen Trakt für Händler-Schulungen und Seminare.


1992

Das Schulungszentrum in Zossen wird um ein sechstes Ersatzteildepot erweitert, um vor allem die neue Händlerklientel in den neuen Bundesländern mit Teilen und Zubehör versorgen zu können.

Nach jahrelanger Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Automobilhersteller Chrysler entwickelt Mitsubishi ein emotionales Sportcoupé. Das PS starke Modell mit dem Namen Eclipse verkauft sich bereits im ersten Jahr 4.640-mal.

Eine weitere Neuerung im Jahre 1992 ist die Neuauflage des Colt, die dieses Mal von der Präsentation eines fünftürigen Lancers begleitet wird. Das rundere äußere Erscheinungsbild gibt der kompakten Linie einen starken eigenständigen Charakter.

Der Eclipse bleibt nicht die einzige sportliche Versuchung für die Mitsubishi Kunden. Mit dem 3000GT nimmt MMC ein Sportcoupé der Superlative mit ins Programm. Der Supersportwagen verfügt neben einer exzellenten Ausstattung und Motorisierung über Allradautomatik, Allradlenkung und ein elektronisch gesteuertes Fahrwerk – und das alles zu einem einmaligen Preis-/Leistungsverhältnis.

Um der weiter steigenden Nachfrage nach Großraumlimousinen gerecht zu werden, erscheint im selben Jahr die Neuauflage des Space Wagon. Dazu erlebt der Space Runner sein Debüt. Mitsubishi Motors ist damit dem Trend zur Kompaktraumlimousine um Jahre voraus. Der Space Runner ist 22,5 cm kürzer als der Wagon, verfügt über fünf Sitze und eine Schiebetür für die Fondpassagiere.


1993

Fünf Jahre nach dem letzten Galant entwickelt Mitsubishi Motors eine neue Version mit Doppel-Airbag, ABS und Zentralverriegelung als serienmäßigen Bestandteil der Zweilitervariante. Weiterhin entwickelt Mitsubishi Motors im selben Jahr das Konzept eines Pickups, der aufgrund seiner großen Ladefläche gewerblich, aber wegen seiner geschmackvollen Karosserie auch als Freizeitauto genutzt werden soll. Das Ergebnis ist der in Thailand gefertigte L200.

Ähnliche Attribute treffen auch auf zwei Kombis zu, die Mitsubishi Motors ebenfalls 1993 präsentiert. Beide sind echte Lademeister – der Lancer Kombi fasst 1.339 Liter, der Edeltransporter Sigma Kombi sogar 1.459 Liter bei umgeklappten Rücksitzlehnen. Damit war der Importeur einmal mehr bestens gerüstet für die steigenden Platzansprüche, die die Deutschen an ihre Fahrzeuge stellen.


1994

Bis zum Ende des Jahres hat Mitsubishi Motors in Deutschland bereits 932.000 Fahrzeuge auf dem deutschen Markt verkauft.


1995

Ein entscheidendes Jahr für MMC und MADG. In diesem Jahr läuft der erste europäische Mitsubishi vom Band. Gemeinsam mit dem niederländischen Staat und dem schwedischen Automobilhersteller Volvo betreibt MMC im holländischen Born das Werk NedCar – Produktionsstandort des Mitsubishi Carisma. Die familienfreundliche Mittelklasselimousine bietet für MADG den Vorteil, dass sie ohne Importbeschränkungen und nah am deutschen Kunden gebaut wird. Das moderne Konzept der schmucken Fließhecklimousine ist bis ins Detail auf die Bedürfnisse der europäischen Familie abgestimmt und überzeugt durch eine tolle Ausstattung zu einem tollen Preis.

Die Carisma Produktion ist nicht die einzige einschneidende Veränderung bei Mitsubishi. Unter dem Namen HSR-V wird in Japan der erste direkteinspritzende Ottomotor der Welt entwickelt. Später, unter dem Namen GDI, wird er als Meilenstein in der Motorentechnik in der weltweiten Fachpresse gefeiert.

Die Nachfrage nach Großraumfahrzeugen steigt. Der Space Gear komplettiert die „Mitsubishi Space Line“. Der Van mit acht Sitzen ist 24 cm höher als der Space Wagon.

Aufgrund des überragenden Erfolgs des Eclipse entscheidet sich MADG drei Jahre nach der Einführung ein Nachfolgemodell auf den Markt zu bringen, um die steigenden Ansprüche seiner Zielgruppe zu entsprechen.


1996

Der Canter wird erneuert und europäisiert. Die komplette Montage erfolgt in einem neuen Werk von MMC in Portugal.

Drei Jahre nach seinem erfolgreichen Debüt erscheint der L200 in einem neuen Kleid. Ähnlich wie beim Pajero möchte MMC mit dem Pickup für den privaten Gebrauch einen Trend setzen.

Die Carisma Familie erhält Zuwachs. Eine Stufenheckvariante mit einem um 50 Liter größerem Kofferraumvolumen verleiht der Mittelklasselimousine einen klassischen Auftritt.

Bereits zuvor stellt MMC die neue Colt Generation vor. Bei knappen Ausmaßen und großem Innenraum erfüllt er die Anforderungen eines modernen Stadtautos perfekt. Der Lancer ist ein Beispiel für die hervorragende Qualität der Mitsubishi Fahrzeuge – von den 180.000 bisher in der Bundesrepublik verkauften Stufenhecklimousinen fahren noch immer 78 Prozent auf deutschen Straßen.


1997

Mitsubishi Motors ist seit 20 Jahren auf dem deutschen Markt. Das Jubiläumsjahr beginnt mit der Präsentation der sechsten Galant Generation. Als Limousine und Kombi löst er den Sigma als MMC Topmodell ab und erreicht mit seiner Ausstattung, Motorisierung und seinen Sicherheitsstandards das Niveau einer Oberklassenlimousine – zu einem deutlich geringeren Preis. Als erstes Mitsubishi Fahrzeug verfügt der Galant über Seiten-Airbags serienmäßig.

Der direkteinspritzende Benzinmotor GDI wird mit Lob der Fachpresse überhäuft und erhält bedeutende Technologieauszeichnungen. Auf der IAA in Frankfurt feiert der GDI im Carisma seine vielbeachtete Europapremiere.

Das Händlernetz der deutschen Mitsubishi Motors Vertriebsorganisation ist qualitativ und quantitativ ständig gewachsen. Im Jahr 1997 umfasst es etwa 900 Vertragshändler, die für ständig steigende Zulassungszahlen sorgen.

Seit 1977 wurden mehr als 1,2 Millionen Mitsubishi Fahrzeuge in Deutschland verkauft. Mit einem Marktanteil von etwa 1,8 Prozent sind die Autos mit den drei Diamanten ein beständiger Teil auf dem deutschen Automobilmarkt. Auch in Zukunft wird Deutschland daher in der globalen Strategie der Mitsubishi Motors Corporation eine Schlüsselrolle zukommen.


1998

Novum in der Firmengeschichte – erstmalig wird ein Fahrzeug über das Händlernetz der MMC in Deutschland vertrieben, das nicht zur Mitsubishi Fahrzeugpalette gehört. Der Offroader Galloper wird vom koreanischen Industrieunternehmen Hyundai Precision gefertigt, basiert allerdings auf der Vorgängergeneration des Pajero und findet aufgrund seines hervorragenden Preis-/Leistungsverhältnisses sofort über 2.000 Käufer in Deutschland.

Ein Van-Pionier findet seinen Nachfolger – der Space Wagon der dritten Generation wird vom zweiten in Deutschland erhältlichen GDI-Motor angetrieben und ist die Antwort auf die Mobilitätsbedürfnisse größerer Familien.

Mit dem Pajero Sport betritt ein zweiter Geländewagen mit dem Namen des Offroad-Klassikers die Bühne. Er zeichnet sich durch großen Komfort und eine Top-Ausstattung auf.


1999

Das letzte Jahr des Jahrtausends steht bei Mitsubishi Motors im Zeichen einer echten Modelloffensive. Zwei neue Fahrzeuge aus der Europaproduktion, zugeschnitten auf den europäischen Markt, stellen sich in Deutschland vor. Der kompakte Space Star schließt die Lücke in einem der wichtigsten Segmente in der Bundesrepublik. Dabei erweitert er die Kompaktklasse um ein Auto mit Minivan-Anleihen. Gefertigt wird er wie der Carisma in Born. Weiter südlich, in der Nähe der italienischen Automobilmetropole Turin, entsteht ein vollkommen neuer kleiner Geländewagen mit zwei bekannten Namen. Der Pajero Pinin, als kleiner Bruder des Offroad-Klassikers, gefertigt in der legendären piemontesischen Karosserieschmiede Pininfarina, rundet die umfangreichen Mitsubishi Geländewagenfamilie nach unten ab, und möchte vor allen Dingen eines vermitteln: Spaß auf und abseits der Straße.

Ein weiterer Vorreiter erfährt einen Modellwechsel: Der Space Runner stellt sich in neuem Gewand, aber mit bereits bewährten Eigenschaften vor. Alle drei in diesem Jahr vorgestellten Autos haben eines gemeinsam – sie werden von der mittlerweile prächtig eingeführten Benzin-Direkteinspritz-Technik angetrieben.


2000

Im März führt Mitsubishi Motors in Deutschland den neuen Pajero auf dem deutschen Markt ein. Das rundum erneuerte Flaggschiff der Mitsubishi Geländewagenpalette setzt in vielerlei Hinsicht neue Maßstäbe: Selbsttragende Karosserie und Einzelradaufhängung rundum sorgen für limousinenähnlichen Fahrkomfort bei nach wie vor erstklassigen Geländeeigenschaften und moderatem Verbrauch. Im August kann das Unternehmen auf der Produktseite seinen Händlern und Kunden noch ein weiteres Highlight anbieten – einen leistungsstarken und verbrauchsgünstigen Diesel-Direkteinspritz-Motor. Vorgestellt wird er zunächst in der erfolgreichen Mittelklasse-Limousine Carisma. Der neue Dieselmotor mit 1,9 Litern Hubraum verfügt über die richtungsweisende und wirtschaftliche Common Rail-Technologie und wird in zwei Leistungsstufen mit 102 und 115 PS angeboten. Damit kann Mitsubishi Motors als einziger Hersteller im wichtigen Mittelklasse-Segment die zukunftsweisende Direkteinspritz-Technologie in Otto- (GDI) und Diesel- (DI-D) Motorenkonzepten präsentieren. Der Pajero Sport Geländekombi präsentiert sich mit einem noch dynamischeren Design, mit der Kombination aus einem 3,0 Liter V6-Motor und 4-Stufen-Automatik sowie einer noch hochwertigeren Ausstattung. Der Pajero Pinin 5-Türer ergänzt im November 2000 die Pajero Familie.

Im Herbst liegt die Zahl der von Mitsubishi Motors in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge mittlerweile bei 1,3 Millionen Stück.


2001

Erstmals gelingt es einer Frau, die Rallye Paris Dakar zu gewinnen. Die Kölnerin Jutta Kleinschmidt, die auf einem Pajero der MMC Auto Deutschland GmbH antritt, siegt als erste Frau bei der schwersten Rallye der Welt. Zugleich gewinnt Tommi Mäkinen die legendäre Rallye Monte Carlo auf einem Mitsubishi Lancer GT EVO VI.Auf der Produktseite gibt es einen Neuzugang in der Pajero Familie zu vermelden. MMC führt eine 1,8 Liter Variante des Pajero Pinin mit permanentem Allradantrieb ein. Die „Light“-Version des Pinin, der nach wie vor auch mit dem 2,0 Liter GDI Benzin-Direkteinspritzer und dem zuschaltbaren SS4-i Allradantrieb angeboten wird, rundet die Pinin Baureihe nach unten ab und bietet einen kostengünstigen Einstieg ins Pajero Allrad-Fahrvergnügen.

Insgesamt wurden bis Jahresende 2001 seit 1977 rund 1,35 Millionen Mitsubishi Fahrzeuge in Deutschland zugelassen, darunter ca. 85.000 Nutzfahrzeuge einschließlich leichter Lkw vom Typ Canter, deren Import und Vertrieb die deutsche Mitsubishi Motors Vertriebsorganisation im Jahr 1982 startete. Auch der im November 2001 mit attraktivem Facelift und 15 PS Leistungsplus versehene Pick- Up L200, hatte mit rund 28.000 Zulassungen zu diesem Erfolg beigetragen. Er wurde 1993 eingeführt und ist in Deutschland seit Jahren Marktführer in seinem Segment.


2002

Mitsubishi feierte in diesem Jahr Jubiläum: "25 Jahre Mitsubishi in Deutschland". Die Mitsubishi Kunden hatten dabei auch Grund zum Feiern. Unter dem Motto "Go Silver" bot Mitsubishi attraktive Sondermodelle der Fließhecklimousine Carisma und des kompakten Space Star mit Kundenpreisvorteilen. Obendrein wurde eine Jubiläumsfinanzierung für alle Mitsubishi Modelle mit 0,25% effektivem Jahreszins angeboten.

Mit Wirkung vom 2. April 2002 übernahm MITSUBISHI MOTORS Deutschland GmbH (MMD), eine 100%ige Tochter von Mitsubishi Motors Europe B.V., nach der Zustimmung durch die zuständige Kartellbehörde den Vertrieb von Mitsubishi-Fahrzeugen in Deutschland. MMD hatte seinen Sitz zunächst weiterhin am angestammten Importeursstandort im hessischen Trebur.

Im Juni wurde der Pajero Classic eingeführt, eine preislich attraktive Ergänzung der Pajero Angebotspalette mit einer drei- und fünftürigen Variante auf Karosseriebasis des Pajero V 20. Die Produktphilosophie des Pajero Classic ließ sich leicht auf einen Nenner bringen: "Viel Auto fürs Geld". Dazu trat im Sommer der Space Star des neuen Modelljahrganges 2003 an, mit einem attraktiven Facelift und ab Oktober auch mit neuester Motorentechnik.


2003

Das Jahr 2003 stand auch produktseitig ganz im Zeichen der globalen Neuausrichtung von MMC, und die seit 2002 eingeleitete Produktoffensive von Mitsubishi Motors schreitet in Europa und damit auch in Deutschland zügig und plangemäß voran: Nach den überarbeiteten Modellen Space Star (Juni 2002) und der Präsentation und Einführung des überarbeiteten Pajero (Februar 2003, nun mit Mitsubishi Active Stability Control und Mitsubishi Active Traction Control) folgen im Mai 2003 das innovative Crossover-Modell Outlander (2,0 Liter Benziner) und Anfang September die vierte Modellneuheit innerhalb von fünfzehn Monaten – der neue Mitsubishi Lancer.

Mit einer klassischen Stufenhecklimousine und einem lifestylegerechten Kombi als verfügbaren Karosserievarianten deckt die inzwischen nun neunte Lancer Generation einen Großteil des Bedarfs im europäischen Compact Car Segment ab. Ebenso verhält es sich mit den drei Benzintriebwerken, einem 1,3l / 60kW / 82PS– Motor (nur für Limousine), einem 1,6l / 72kW / 98PS- Motor, und einem 2,0l / 99kW / 135PS-Motor (zunächst nur für Kombi).

Im November rundet der Outlander mit dem 2,4 Liter MIVEC Benzinmotor den Reigen der Neuvorstellungen für 2003 in Deutschland ab.

Für die Mitsubishi Motors Deutschland GmbH endet mit 2003 ein erfolgreiches Jahr: trotz eines mit -0,49 Prozent rückläufigen Gesamtmarktes wird im Pkw Bereich mit 36.191 Mitsubishi Fahrzeug-Zulassungen ein beachtliches Plus von 4,8 Prozent erzielt. Der Marktanteil von Mitsubishi Motors in Deutschland erhöht sich mit diesem Ergebnis von 1,06 auf 1,12 Prozent. Rechnet man die als Nutzfahrzeug zugelassenen L200 Pickup Modelle hinzu, so wurden 2003 in Deutschland insgesamt 39.339 Mitsubishi-Modelle neu registriert.


2004

Die Einführung des neuen Colt, der inzwischen sechsten Generation des so enorm beliebten Mitsubishi Modells, ist eines der Highlights im Hinblick auf die Mitsubishi Motors Produktneueinführungen in 2004. Beeinträchtigt wird die deutsche Markteinführung des Colt im Juni des Jahres allerdings durch das negative Stimmungsbild, das die Nichtbeteiligung von DaimlerChrysler (DC) - des MMC-Hauptshareholders - an der von der Mitsubishi Motors Corporation in Tokio geplanten und letztlich ohne DC durchgeführten Kapitalerhöhung in Deutschland hinterlässt. Der Einfluss dieser Entscheidung, in Fachkreisen gerne auch als "DaimlerChrysler-Effekt" bezeichnet, lässt die Gesamt-Verkaufszahlen von Mitsubishi Motors in Deutschland im Sommer spürbar sinken. Doch schon im Herbst 2004 kehrt das Unternehmen auf die Erfolgsspur zurück: Und so notiert die MITSUBISHI MOTORS Deutschland GmbH für den November 2004 mit rund 4200 verkauften Fahrzeugen das beste Ergebnis der vergangenen vier Jahre. Seit Dezember 2000 erzielte die Marke in Deutschland keinen solch hohen Monats-Absatz.

Der neue Colt, der zu diesem Zeitpunkt erstmals auch mit dem leistungsstärkeren der beiden vorgesehenen Common-Rail-Dieselmotoren angeboten wird, wird im November von Europas größter Wochenzeitung "Bild am Sonntag" mit dem wohl begehrtesten aller Automobilpreise ausgezeichnet - dem "Goldenen Lenkrad". Nach 1988 ist dies das zweite Mal, dass ein Colt-Modell diesen begehrten Preis erhält.


2005

Das Jahr 2005 beginnt mit einem Paukenschlag: Bei der Dakar Rallye schlägt Mitsubishi das VW Werksteam um Jutta Kleinschmidt. Insgesamt zehn Gesamtsiege hat Mitsubishi Motors nun bei der härtesten aller Rallyes auf dem Konto, so viel wie kein anderer Hersteller.

Im Modellprogramm fast jedes Automobilherstellers findet sich ein Imageträger, der die Werte und Kompetenzen der Marke in besonderer Weise zum Ausdruck bringt. Nur wenige erreichen allerdings weltweit einen Kultstatus wie der Mitsubishi Lancer EVOLUTION. Auch der neue, ab dem November 2005 erhältliche Lancer EVOLUTION IX repräsentiert hinsichtlich Effizienz, Leistung und Abstimmung die Spitze einer Entwicklung.


2006

Das Jahr 2006 startet ebenfalls mit einer herausragenden Leistung: Mitsubishi Motors hat seine Dominanz bei der härtesten Rallye der Welt fortgesetzt: Elf Dakar-Siege insgesamt sind es nun, sechs davon in Folge – kein anderer Hersteller hat den seit 1979 ausgetragenen Wüstenklassiker häufiger gewonnen als Mitsubishi. Luc Alphand sicherte sich 2006 erstmals in seiner Karriere den Sieg bei der Rallye Dakar und sorgte damit für den vierten Triumph eines Mitsubishi Pajero Evolution, der bislang bei der Dakar noch ungeschlagen ist.

Die Modellpalette bei Mitsubishi wird auch 2006 weiter systematisch erneuert und ausgebaut. Die neue Generation des L200 setzt bereits ab März u.a. mit einem permanenten Allradantrieb neue Maßstäbe im Pick up-Segment und erweist sich dort bald schon als klarer Marktführer. Ein ebenso schickes wie trendgerechtes Stahlklappdach-Cabriolet (Colt CZC) rundet ab Mai 2006 die Colt Baureihe ab.

Ende November verlegt die Mitsubishi Motors Deutschland GmbH ihren Firmensitz ins hessische Hattersheim, 30 Kilometer Luftlinie vom bisherigen Standort der Zentrale entfernt und näher zur Metropole Frankfurt am Main gelegen.


2007

Die dominierende Stellung von Mitsubishi bei der Dakar Rallye bleibt ungebrochen. Selbst im vierten Anlauf gelingt es dem härtesten Konkurrenten - dem Volkswagen-Konzern – nicht, Mitsubishi die Krone bei der härtesten Rallye der Welt zu entreißen. Mitsubishi gewinnt im Januar 2007 zum zwölften Mal insgesamt die „Dakar“. Der Doppelsieg ist auch gleichzeitig der siebte Sieg in Folge für die Marke und der fünfte Triumph für den Pajero Evolution.

Das in Serie gebaute Pendant zu dem Mehrfachsieger, der Mitsubishi Pajero, setzt ebenfalls seine Erfolgsstory fort. Nach weltweit über 2,5 Millionen Verkäufen geht im Februar 2007 die neue Pajero Generation in Deutschland an den Start. Der Pajero präsentiert sich als authentischer Off-Roader, der sowohl On- wie auch Off Road eine hervorragende Figur macht.

Gleichzeitig beginnt auch der Verkauf des neuen Outlander. Die nun zweite Generation des kompakten SUV´s basiert auf der von Mitsubishi neu entwickelten, global einsetzbaren Plattform und ist mit einem modernen Pumpe-Düse-Dieselmotor ausgestattet, der den dynamisch designten Allradler ebenso kräftig wie ökonomisch antreibt.


2008

Das Jahr 2008 steht ganz im Zeichen der neuen, inzwischen neunten Lancer Generation.
Sie basiert wie schon der Outlander auf der neuen Mitsubishi „Globalplattform“, mit der Mitsubishi zukünftig einen breiten Bereich von Segmenten und Fahrzeugklassen abdecken wird. Größenmäßig positioniert sich der neue Lancer zwischen Kompakt- und Mittelklasse und offeriert dadurch eine gelungene Mischung aus sportlicher Kompaktheit und Raumkomfort. Erstmals gibt es eine komplette Familie, die in 2008 sukzessive eingeführt wird. Die Sportlimousine (ab Nov. 2007), der Evolution (Juli 08) und der fünftürige Sportback (Nov.08) sind einheitlich und sportlich designt und unter anderem durch die markante Haifischnase mit dem die Fahrzeugfront prägenden Jetfighter-Grill deutlich als der neuen Lancer Familie zugehörig zu erkennen. Der Colt – seit 2004 auf dem deutschen Markt – tritt erstmals auch in Sachen ADAC Pannenstatistik in die Fußstapfen seiner erfolgreichen Vorgänger. Er holt 2008 den Sieg in seiner Klasse – es ist in der Geschichte der insgesamt sechs in Deutschland eingeführten Colt-Generationen bereits der achte Sieg bei der legendären Zuverlässigkeitswertung, die der ADAC jährlich durchführt.