Gab es denn auch irgendwelchen Druck von der Plattenfirma?
„Ich kann mich noch an das letzte Album – das wir erst sehr spät fertiggestellt haben – und an die ganzen Presseberichte erinnern, in denen es darum ging, wie der Aktienkurs von EMI abrutschte, weil das Album nicht in einem bestimmten Quartal herausgebracht werden konnte. Man kann eine Band nicht derart unter Druck setzen! Ich weiß, dass unser Label EMI im letzten Jahr viel durchgemacht hat, aber wenn dir jemand sagt, dass der Erfolg des neuen Coldplay-Albums überlebenswichtig für EMI ist, möchtest du am liebsten aussteigen und alles hinwerfen. Aktionäre, Aktien, der ganze Mist – hat alles nichts mit mir zu tun!“ders, stocks… all that stuff – It Has Nothing To Do With Me!”
Zum Schluss die Frage, wie cool ist die Band Coldplay?
„Ich habe immer gedacht, dass du, wenn du 16 bist, zur Schule gehst und dir Coldplay gefällt, du das am liebsten nur hinter vorgehaltener Hand erzählst. Wir sind einfach keine coole Band und wir werden auch nie eine sein. Um ehrlich zu sein, der Begriff „cool“ bedeutet für mich nichts. Ich wünsche mir einfach, dass die Leute, wenn sie dieses Album hören, sehen können, wie wir jetzt sind, und dass ein 16-Jähriger sich nicht mehr verstecken muss und stolz sagen kann, dass ihm Coldplay gefällt! Und was „coole Musik“ angeht, habe ich kein Problem, hier bei Ihnen zu sitzen und Ihnen zu erzählen, dass der tollste Gig, den ich jemals erlebt habe, ein Konzert von John Williams war. Das ist der Typ, der die Musik zum „Weißen Hai“ und zu „Star Wars“ gemacht hat, und außerdem hat er noch das Nachrichten-Jingle für die NBC geschrieben. Ich habe ihn zusammen mit dem New York Philharmonic Orchestra gesehen und es war großartig. Ich liebe auch Stevie Wonder und Christy Moore – machen die denn „coole“ Musik?“
Möchten Sie mehr über Coldplay und die Viva-la-Vida-World-Tour erfahren? Besuchen Sie www.coldplay.com.
Martin und der Fair Trade
Chris Martin (31) lebt zusammen mit seiner Frau Gwyneth Paltrow (36) und den beiden Kindern, Tochter Apple (4) und Sohn Moses (2), in London und New York. Martin unterstützt die Oxfam-Kampagne „Make Trade Fair“. Man kann ihn bei seinen Auftritten tatsächlich häufig mit dem Logo der Organisation auf seinen Händen sehen. „Wenn ein paar Unternehmen nicht ganz so gierig wären, hätten die Menschen ganz unten viel mehr“, sagt er. „Auch wir können etwas dazu tun, indem wir Politiker unter Druck setzen, diesem Wahnsinn ein Ende zu machen, oder indem wir beispielsweise fair gehandelten Kaffee kaufen.“
Der Bericht zum Download:
Bericht "Interview mit Chris Martin" (PDF, 597 KB) >>
Mitsubishi Motors Deutschland










